Die Forderung nach einer Brücke ist nicht neu. Bereits 2018 wurde im Bezirk über eine neue Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Grünau und Wendenschloß beraten. Ziel war es, den Dahmeradweg besser zu verknüpfen, Wege abzukürzen und eine barrierearme Querung der Dahme zu ermöglichen. Auch heute wünschen sich viele Anwohnerinnen und Anwohner eine dauerhafte Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen.

Doch zwischen politischem Beschluss, konkreter Planung und Baubeginn liegen in Berlin oft viele Jahre. Notwendig wären zunächst eine belastbare Machbarkeitsstudie, die Klärung von Eigentums- und Naturschutzfragen sowie eine gesicherte Finanzierung. Hinzu kommen Fragen zur späteren Nutzung: Soll die Brücke ausschließlich Fußgängern und Radfahrern offenstehen oder auch dem öffentlichen Nahverkehr dienen? Eine Aufnahme in die offiziellen Berliner Brückenbauprogramme ist derzeit nicht erkennbar.

Damit bleibt die entscheidende Frage an Bezirksbürgermeister Oliver Igel: Was muss noch passieren, damit das Projekt endlich vorankommt? Braucht es neue Gespräche mit dem Senat, eine aktualisierte Planung oder schlicht eine politische Priorisierung? Für die Menschen in Grünau und Wendenschloß wäre vor allem eines wichtig: ein transparenter Zeitplan – und eine klare Antwort darauf, ob und wann die Brücke tatsächlich kommen soll.

Hier könnte die Brücke entstehen

Karte: © OpenStreetMap-Mitwirkende